Die ABC-Zeitung wird 50

Ausgabe 50 der ABC-Zeitung

Vor gut neun Jahren wurden die Lernenden im ABC-Intensivkurs dazu angehalten, eine eigene Zeitung zu machen. „Selbstreguliertes Lernen“ hieß das Konzept, das Dr. Ursula Venn-Brinkmann im ABC-Projekt erproben wollte. Ungläubiges Staunen machte sich breit. Eine Zeitung? Wir? Niemand unter den Lernenden konnte sich das vorstellen.

Doch schnell nahm das Projekt Gestalt an, Enthusiasmus stellte sich ein. Nach vielen Stunden intensiver Textarbeit, verbunden mit kontroversen Debatten, erschien am 29. September 2008 schließlich die erste Ausgabe. Der zweiseitigen Erstausgabe folgten weitere, die immer umfassender und abwechslungsreicher wurden. Einen guten Einblick in diese Zeit vermittelt die Video-Dokumentation von Achim Scholz.

Nun halten wir die 50. Ausgabe in den Händen. Sie ist gedruckt wie eine „richtige“ Zeitung, was für die Zeitungsmacher etwas ganz Besonderes ist. Dafür unser großer Dank an die Nordwest-Zeitung und an die Gemeinschaft der Oldenburger Banken, die den Druck und die Beilage zur regulären Ausgabe der NWZ möglich gemacht haben.

Die Jubiläumsausgabe war uns auch Anlass, einmal nachzuzählen. Bislang haben über 200 Lernerinnen und Lerner 788 Beiträge für die ABC-Zeitung erschaffen – vom Einzeiler bis zur Fortsetzungsgeschichte. Damit füllten sie 50 Ausgaben mit insgesamt 412 Seiten. Dazu kommen 173 Leserbriefe, die ihren Weg in die Zeitung fanden. Dafür gebührt allen Autorinnen und Autoren unser Dank und unser Respekt!

Einziger Wermutstropfen bleibt, dass trotz des Rekordumfangs von 16 Seiten nicht alle Beiträge für die 50. Ausgabe berücksichtigt werden konnten. Bitte nicht traurig sein, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Natürlich wird die ABC-Zeitung auch weiterhin in gewohnter Weise erscheinen – und das hoffentlich noch sehr lange.
 

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10 Jahre abc-projekt.de


 
Als Achim Scholz Anfang der Achtzigerjahre mit sieben erwachsenen Lernern den ersten Kurs »Lesen und Schreiben von Anfang an« startete, betrat er Neuland. Seitdem wird an der Volkshochschule Oldenburg der Bereich Alphabetisierung und Grundbildung stetig weiter entwickelt und ausgebaut. Noch immer geschieht dies unter der Leitung von Achim Scholz, und noch immer tut sich bisweilen Neuland auf, das noch immer gern betreten wird.

Ein echtes Novum war 2007 das Forschungsvorhaben A.B.C. (Alphabetisierung – Beratung – Chancen). Dieses Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und sollte im Handlungsfeld Alphabetisierung und Grundbildung empirisch belegbare und übertragbare Erkenntnisse liefern, um Kursleitenden Erfolg versprechende Unterstützungssysteme für die tägliche Unterrichtspraxis anzubieten.

Das Projekt erhielt auch eine eigene Website: abc-projekt.de, die am 18.10.2007 online ging. Sie erfreute sich in den folgenden Jahren wachsender Beliebtheit und ist inzwischen über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Heute ist sie Informations- und Bezugsquelle für viele beliebte Produkte, wie die Oldenburger Lesekartei, die Abc-Zeitung, die Lernsoftware Beluga und vieles mehr.

Und nun? Nun sind bereits zehn Jahre vergangen und Sie lesen gerade den 276. Artikel, der auf abc-projekt.de erschienen ist. Wir möchten an dieser Stelle allen Leserinnen und Lesern ganz herzlich danken! Das anhaltende Interesse an unserer Website und unseren Produkten ist unser wichtigster Antrieb um diese aufrecht zu erhalten und auch künftig weiter auszubauen.

 
Dieser Artikel ist zuerst auf abc-projekt.de erschienen und darf gerne frei kopiert werden
 

»Wahlprüfsteine 2017«

Vom Bundesverband gibt es zur BTW 2017 wieder die Wahlprüfsteine:

Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. bringt sich auch im Wahljahr 2017 ein und fragte bei den Parteien ihre politische Positionen ab. Den Bundestags-Parteien wurden Fragen zur Bundestagswahl übermittelt und sie wurden gebeten, ihre Positionen und Konzepte einzubringen.

Alle Infos und Download gibt es hier.

Berichte zur Bundestagswahl in Leichter Sprache

Die taz hat einen eigenen Bereich zur Bundestagswahl 2017 in Leichter Sprache eingerichtet. Die Texte stehen ebenfalls als Hörfassung bereit. Bislang handelt es sich allerdings nur um „übersetzte“ Kommentare, die gem. der Ausrichtung der taz entsprechend eingefärbt sind.

Dennoch ein interessantes Projekt, das für alle, die dieses Thema im Unterricht behandeln, nützlich sein könnte. Interessant ist auch der Vergleich mit den (jeweils verlinkten) Originaltexten. Abgerundet wird das Angebot durch ein Wörterbuch zur Wahl – natürlich ebenfalls in Leichter Sprache.

Zum Angebot der taz geht es hier.