Immer mehr Unterricht fällt aus

Leere Klassenräume - Alltag an deutschen Schulen

Jede Woche fallen an deutschen Schulen eine Million Unterrichtsstunden aus. Das berichtete Welt Online vor kurzem unter Berufung auf Berechnungen des Deutschen Philologenverbandes. Eine Million – das klingt erst einmal nach viel, selbst in Zeiten, in denen noch ganz andere Zahlen die Schlagzeilen beherrschen.

Ganz grob über den Daumen gerechnet ergibt das bei zwölf Millionen Schülern und einer Klassenstärke von 24 Schülern zwei Stunden pro Woche für jedes Kind. Das ist deutlich zu viel, keine Frage, zumal es sich hier nur um die Stunden handelt, die komplett ausfallen. Eine entsprechende Zahl von Vertretungsstunden, die ja auch nicht alle im Sinne des Lehrplans abgehalten werden können, kommt also noch hinzu.

Das Angenehme an diesem Problem: Die Lösung ist ganz einfach! Ausgehend von 45000 Schulen in Deutschland, handelt es sich um ca. 22 Stunden pro Woche. Es reicht somit – rein rechnerisch – eine zusätzliche Lehrkraft pro Schule aus und das Problem löst sich mehr oder weniger in Luft auf.

Ausgehend von derzeit 765000 Lehrern ergäbe sich eine Steigerung von 5,9 % bei den Personalkosten. Auch mit der Hälfte wäre ja schon viel gewonnen, ebenso wie mit der kostengünstigeren Variante, die Kinder in ausgefallen Stunden mit Hilfslehrkräften sinnvoll zu beschäftigen.

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