Rechnen im Wandel der Zeiten

Bin gerade im Netz über folgende Aufgabe gestolpert:
aufgabe
Naja, was soll da schon groß heraus kommen, dachte ich mir. Gemäß den Rechenregeln zuerst die Division. Wie oft passt ein Drittel in die Drei? Neun mal. Ok, Neun minus Neun ist Null, und Null plus Eins ist Eins. Fertig.

Und wo ist jetzt der Witz? Es gibt keinen. Die Lösung stimmt und das war’s schon. Diese vollkommen triviale Grundschulrechnung wird heute als „Mathe-Quest“ verbreitet und geht „viral“. Denn „japanische Forscher“ hätten herausgefunden, dass nur jeder Zweite über 20 auf die richtige Lösung käme.

Dazu wird dann ein Video gezeigt, in dem erklärt wird, wie die Aufgabe in den Taschenrechner(!) eingegeben werden muss. In dem Video ist zwar gleich am Anfang die Rede davon, dass 60 Prozent über 20 es lösen konnten, aber hey – jeder Zweite klingt viel doch griffiger, und Rechnen ist ja sowas von zwanzigstes Jahrhundert…

Manchmal möchte man einfach nur den Kopf gegen die Wand schlagen. Immer und immer wieder. Bis es aufhört, weh zu tun.

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