Studie: Nachhilfe nützt nur wenig

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Eine repräsentative Studie des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) kommt in einer Studie zum Thema Nachhilfe zum Ergebnis, dass Nachhilfe kaum positive Auswirkungen auf die Noten hat. Insgesamt erhalten 17% der insgesamt 10 000 befragten Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9 Nachhilfe, davon zu 69% in Mathematik.

Interessant ist, dass institutionelle Nachhilfe in der Schweiz zwar fast doppelt so teuer ist wie private, eine Verbesserung der Methodenkompetenz hingegen nur bei privater Nachhilfe auftritt.

Quelle: Schweizerischer Nationalfonds (hier kann auch die Studie bezogen werden)

 

»In Mathe bin ich Deko«

illustration t-shirt

Das haben wohl alle so oder so ähnlich schon einmal gehört: „Was, Mathe? Dafür bin ich viel zu blöd!“, kokettiert jemand schrill lachend über entsprechende Defizite. Die meisten Anwesenden finden das dann üblicherweise irgendwie total menschlich und lachen herzlich mit.

Interessant ist, dass sich niemand mit Bildungslücken in anderen Bereichen schmückt. „Was, Lesen? Also das ist ja so überhaupt nicht mein Ding!“, gefolgt von lautem Lachen und wissendem Nicken, bekommt man ja eher selten geboten. Bei Mathe – und gern auch bei technischen Dingen – ist das anders: Je blöder desto gut!

Dass jemand dieses Phänomen zu Geld machen will, ist folgerichtig und ja auch nicht neu. „Mathe ist ein Arschloch und Physik sein kleiner Bruder“ heißt es auf einer schönen Postkarte, die mir Schülern bereits vor einigen Jahren anlässlich ihres erfolgreichen Hauptschulabschlusses überreichten.

Die österreichische Niederlassung des Otto-Versands konnte jetzt eigene Erfahrungen sammeln. Ein T-Shirt mit dem Aufdruck »In Mathe bin ich Deko« sorgte für derart starke Proteste im Internet (Neudeutsch: Shitstorm), dass Otto sich veranlasst sah, das Shirt aus dem Programm zu nehmen. Die Kunden störte das wenig; sie bestellten einfach im Nachbarland Deutschland, wo der Artikel mittlerweile ausverkauft ist.

Kurz: Anschauliches über moderne Aufgeregtheit und ihre Kommunikationsformen, in denen bisweilen Makel Marketing und Nichtiges Nachricht wird.
 
Quelle: Der Standard
 

Kleine Matheaufgabe


Die acht Zahlen 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 sollen so auf die acht Ecken eines Würfels verteilt werden, dass die Summen über die Quadrate jeweils gleich sind. Oder geht das nicht?
 
Das Schöne an der Aufgabe ist, dass man sie sowohl hochmathematisch als auch mit ganz einfachen Mitteln lösen kann, es gibt viele Möglichkeiten. Probieren Sie es doch mal aus! 🙂
 
Gefunden in der Saarbrücker Zeitung.
 

Millionen, Milliarden, Fantastilliarden

Heute gesehen in Oldenburg


Beim Einkaufen sah ich heute das obige Schild und kam ins Grübeln. Mehr als 13 Milliarden DM sollen laut der Deutschen Bundesbank noch als Bargeld im Umlauf sein. Das ist eine so große Menge Geld, dass der normale Bürger ins Staunen kommt. Wer jedoch Spaß an wirklich großen Zahlen hat, muss sich schon woanders umsehen, z.B. bei den hochbezahlten Elite-Experten der EU.

Europäische Banken sitzen auf 1 Billion Euro „fauler Kredite“, also Geld, das wie gewohnt die Steuerzahler – und zwar jene, deren Einkommen für „ganz legale Steuersparmodelle“ nicht ausreicht – begleichen werden müssen. Ein Problem dabei: Wir nehmen in den täglichen Nachrichten Beträge im Bereich von Milliarden (und mittlerweise Billionen) achselzuckend hin. Kaum jemand macht sich die tatsächliche Dimension klar.

Wie stellt man sich eine Billion vor? Nehmen Sie mal einen 100-Euro-Schein und machen Sie davon nicht Ihren Wocheneinkauf, sondern spülen Sie ihn das Klo hinunter. So blödsinnig das auch klingt – den schmerzhaften Verlust kann man sich gut vorstellen. Jetzt stellen Sie sich vor, Sie machen das jeden Tag. Wie lange würde es wohl dauern, um 1 Billion in der Kanalisation zu entsorgen?

Rechnen Sie nach: Es dauert über 27 Millionen Jahre. Ach ja, allein Deutschland hat 2 Billionen Schulden.