Berichte zur Bundestagswahl in Leichter Sprache

Die taz hat einen eigenen Bereich zur Bundestagswahl 2017 in Leichter Sprache eingerichtet. Die Texte stehen ebenfalls als Hörfassung bereit. Bislang handelt es sich allerdings nur um „übersetzte“ Kommentare, die gem. der Ausrichtung der taz entsprechend eingefärbt sind.

Dennoch ein interessantes Projekt, das für alle, die dieses Thema im Unterricht behandeln, nützlich sein könnte. Interessant ist auch der Vergleich mit den (jeweils verlinkten) Originaltexten. Abgerundet wird das Angebot durch ein Wörterbuch zur Wahl – natürlich ebenfalls in Leichter Sprache.

Zum Angebot der taz geht es hier.

Zahl der Woche: 300 Millionen

Große Zahlen sind tückisch. Die wirkliche Dimension wird oft nicht klar. Das geht manchmal auch auch Leuten so, die sich für Mathematik begeistern – Leuten wie mir. Aktuell geht mir diese Video nicht aus dem Kopf:

Im Unterricht mache ich gern große Beträge anschaulich, was regelmäßig ungläubiges Staunen erzeugt. Diesmal muss ich das mit mir selbst machen. 300 Millionen um Eindrücke zu vermitteln? Vergleichen wir diesen Betrag doch einmal mit der Ausstattung der acht Regionalen Grundbildungszentren in Niedersachsen. In Niedersachsen leben etwa 10 % der Bevölkerung, daher nehmen wir nur 30 Millionen. Damit ließen sich die RGZ 150 Jahre betreiben, nicht schlecht. Selbst wenn die Mittel der RGZ verzehnfacht(!) würden, wäre es noch immer das 15-fache. Vergleicht man jetzt noch den Output, wird das Missverhältnis so krass, dass ich an dieser Stelle lieber aufhöre.

Fabian Hambüchen Botschafter für Alphabetisierung und Grundbildung

Es ist schon toll zu beobachten, wie sich das Konzept der Regionalen Grundbildungszentren auf immer mehr Bundesländer ausweitet. Interessant dabei ist, dass dort deutlich mehr Mittel bewilligt werden und eine aufwendigere Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird. In Hessen werden die RGZ weiter ausgebaut. Dort hat man nun Fabian Hambüchen als Botschafter gewonnen:

Smartphone Nachdenken

Vor kurzem stolperte auch ich über das »phonest«, was wohl ein Kofferwort aus phone und honest ist. Es soll ein neues Smartphone sein, dessen Produktionsbedingungen vollständig transparent sind. Wie jetzt klar ist, handelt es sich nicht um ein reales Produkt, sondern um eine PR-Aktion gegen Sklaverei. Das toll gemachte Video dazu möchte ich auf jeden Fall gern empfehlen und verbreiten:

Dazu natürlich noch der Link auf die Seite: http://www.phonest.net/

Es gab und gibt ja bereits Versuche, ein fair produziertes Smartphone zu produzieren, z,B. das Fairphone. Diese Aktionen sind lobens- und unterstützungswert. Doch was bewegen sie, außer dass ein paar von uns Glücklichen sich ein bisschen besser fühlen?

Um die teils unfassbaren Schieflagen auf dieser Welt wenigstens so weit zu korrigieren, dass zumindest die Menschenrechte und Grundbedürfnisse für *alle* einigermaßen abgedeckt sind, bedürfte es verblüffend wenig. Im Weg stehen lediglich Macht, Gier und die Gewissheit, dass Menschen, deren Grundbedürfnisse gedeckt sind, und die eine faire Chance haben, sich und ihren Kindern etwas aufzubauen, eine echte Gefahr darstellen, dass der Weltfrieden real werden könnte…

Ich stelle mir die Welt ja eher so vor wie in diesem Spot (unbedingt ganz ansehen! :D)