Archiv der Kategorie: Technik

Bildungsoffensive von SoftMaker Office

Ich benutze und empfehle gern SoftMaker Office, ein ausgereiftes und ausgezeichnetes Office-Paket eines Nürnberger Herstellers. Für sehr viele Anwendungsfälle reicht bekanntlich schon das kostenlose Libre Office. Für alle, die mehr wollen, insbesondere bei der Kompatibilität zu Microsoft Office, denen dies jedoch zu teuer ist, ist SoftMaker Office ein Blick wert.

Aktuell gibt es eine Bildungsoffensive, bei der Schulen und Lehrkräfte die neueste Version kostenlos einsetzen können.

Mein Tipp: Unbedingt ansehen! Es gibt übrigens auch eine kostenlose Version, die etwas älter ist, sich jedoch ohne Einschränkungen nutzen lässt.

 

Warnung vor gefälschter „4teachers“-Mail [Update]

Gerade erreichte mich eine Anfrage bezüglich einer E-Mail, die angeblich vom Portal 4teachers stammt. Darin wird behauptet, über die Website sei ein Virus verbreitet worden und der Download eines Programms zur Entfernung empfohlen. Nach Angaben auf der Homepage von 4teachers ist diese Mail eine Fälschung.

Laden Sie auf keinen Fall das in der Mail verlinkte Programm herunter! Eine kurze Analyse des Programms ergab, dass es wohl einen Trojaner enthält, der von den meisten Antivirenprogrammen noch nicht erkannt wird. Ein Trojaner ist eine Schadsoftware, mit der Ihr Computer ausspioniert und fremdgesteuert werden kann.

Ich selbst habe diese Mail auch bekommen. Auch wenn sie auf den ersten Blick tatsächlich echter wirkt als die meisten derartiger Mails, gibt es auch hier klare Hinweise auf einen Betrugsversuch. Ein seriöser Anbieter wird Sie niemals dazu auffordern, eine ausführbare Datei (mit der Endung .exe) herunterzuladen, schon gar nicht von einer externen Domain.

Nach wie vor ein starkes Indiz für Fälschungen sind Schreibfehler. Einen Satz wie „Starten Sie das heruntergeladenen Programms auf Ihrem Computer als Administrator und klicken Sie auf „Ausführen“, wenn Sie danach gebeten werden“ werden Sie zumindest derzeit in einer offiziellen Verlautbarung eines Unternehmens oder einer Institution eher nicht finden. Das gilt auch für Stilblüten wie „Antiviren Hersteller“. Selbst wenn es einen Hersteller für Antiviren (was ist das?) gäbe, würde es sich noch immer um ein zusammengesetztes Hauptwort handeln, aber das „Deppenleerzeichen“ liegt ja schwer im Trend. 🙂

[Update 11.08.2015]
Inzwischen gibt es eine Stellungnahme der Betreiber von 4teachers. Informationen über die Umstände, unter denen es zu diesem Vorfall überhaupt kommen konnte und wie es mit der Sicherheit der hinterlegten Daten der dort registrierten Benutzer aussieht, finden sich dort nicht. Stattdessen stehen dort Aussagen wie:

Letzte Nacht hat sich eine kranke und verirrte Seele Zugriff auf eines unserer Administratorenkonten verschafft

Na dann ist ja alles gut, oder…?

 

Revolution: erklärt in 200 Sekunden

Die meisten Menschen verstehen nicht, was das Internet überhaupt ist und wie drastisch es unsere Gesellschaften schon jetzt verändert – und es noch wird. Dieses Thema ist meiner Meinung nach wichtiger als jedes andere, denn es beschreibt nichts Geringeres als den Fortgang der Zivilisation. Das dämmert auch der Politik, die sich – wenn auch zögerlich – des ungeliebten Themas annimmt.

Ein echtes Highlight ist Peter Kruse, der es fertig gebracht hat, dieses komplexe Thema auf wenige verständliche Worte herunterzubrechen und dem Bundestag in aller Ruhe, staubtrocken und wissenschaftlich-analytisch präzise, einen ersten vagen Eindruck seiner künftige Irrelevanz beschert:
 

 

Studie: Glückliche Programmierer besser

coder

Wer glücklich ist, leistet bessere Arbeit. Klar. Das scheint so banal zu sein, dass es keinen wissenschaftlichen Beleg braucht. Dass dies auch für Programmierer gilt, wird jetzt durch eine italienische Studie untermauert: Die Fähigkeiten zur analytischen Problemlösung sind bei besserer Stimmung höher. Oder einfacher: Glückliche Programmierer schreiben bessere Programme. Sollte sich mancher Arbeitgeber mal durchlesen!
 

Noch vier Wochen: XP adé

windows xp
Windows XP mit der bekannten Oberfläche Luna (Bild: Bernhard Ladenthin)

In letzter Zeit erreichen mich immer häufiger Anfragen zum anstehenden Supportende von Microsoft Windows XP und den Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Tatsächlich endet, wie seit langer Zeit bekannt, am 8. April der Support für XP, das noch immer auf vielen Systemen läuft. Hier die wichtigsten Information in aller Kürze und vereinfacht in „leichter Sprache“. 🙂

Was bedeutet das?
Sie kennen die Prozedur, wenn Windows beim Aus- und Einschalten Aktualisierungen installiert. Viele dieser Updates sind immens wichtig, denn sie beheben Sicherheitslücken, über die Dritte mit ein paar Tricks in Ihr System eindringen können. Der entscheidende Punkt ist, dass es ab dem 8. April keine Sicherheitsaktualisierungen für XP mehr geben wird. Schwachstellen, die Ihren PC angreifbar machen, werden nicht mehr geschlossen.

Hilft mein Virenscanner nicht?
Nein, der nützt in diesem Fall leider nichts.

Was soll ich machen?
Ich rate dringend davon ab, Windows XP nach dem 8. April weiter zu nutzen. Man kann getrost davon ausgehen, dass bereits jetzt diverse Lücken bekannt sind, aber zurückgehalten werden, damit sie nach Supportende ausgiebig ausgenutzt werden können – sie werden ja nicht mehr behoben.
Als Lösung bleibt nur der Wechsel auf ein neues Betriebssystem. Welches das richtige für Sie ist, lässt sich pauschal nicht sagen, denn es hängt von der vorhandenen Hardware, Ihrem Nutzerverhalten (was mache ich mit dem PC und welche Software nutze ich dazu?), aber auch von Ihrem Kenntnisstand, Lernbereitschaft und Geldbeutel ab.