Wieder was gelernt: Wortblind

Vertreter:innen der acht Grundbildungszentren stllen sich vor

VertreterInnen der acht Grundbildungszentren stellen sich vor


Gerade ist Achim Scholz‘ Bericht über den Praxistag Grundbildung in Hannover online gegangen. Wir Oldenburger waren vielfältig vertreten und hatten einen interessanten Tag. Das schönste Detail, das ich persönlich mitnehmen durfte, kommt aus dem Workshop „Selbsthilfegruppen coachen: Neue Formen der Ansprache“, in dem diverse Akteure der bislang drei Selbsthilfegruppen in Niedersachsen über sich und ihre Aktivitäten berichteten.

Eine Lernerin aus Lüneburg erklärte, wie die dortige Selbsthilfegruppe zu ihrem Namen Wortblind kam. Es ist einfach die direkte Übersetzung aus dem Dänischen, wo man den akademischen, negativ besetzten Begriff „Analphabet“ schon vor vielen Jahren durch „Wortblind“ ersetzt hat. Ich finde das sehr kreativ. Davon könnte sich Deutschland, wo es das Problem ja auch gibt, doch mal inspirieren lassen!

Fabian Hambüchen Botschafter für Alphabetisierung und Grundbildung

Es ist schon toll zu beobachten, wie sich das Konzept der Regionalen Grundbildungszentren auf immer mehr Bundesländer ausweitet. Interessant dabei ist, dass dort deutlich mehr Mittel bewilligt werden und eine aufwendigere Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird. In Hessen werden die RGZ weiter ausgebaut. Dort hat man nun Fabian Hambüchen als Botschafter gewonnen:

Neues Material zur Diagnostik

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Kursleitende in der Alphabetisierung und Grundbildung wünschen sich für ihre Erstberatung ein praktikables, d.h. aussagefähiges und wenig aufwändiges Instrument zur Erhebung der Lese- und Schreibkompetenzen. Zu diesem Zweck entwickelte Nadine Engel die Oldenburger Diagnostikbögen. Sie umfassen eine Bilderliste zur Erhebung der Schreibkompetenz, ergänzt um ein Diktat sowie den Lesetext „In Eile“ zur Erhebung der Lesekompetenz.

Alle weiteren Infos und Downloads gibt es hier!

Es ist schon toll, in diesem Team arbeiten zu dürfen! 🙂