239 Millionen Euro in Müllverbrennungsanlage


In schöner Regelmäßigkeit werden die Menschen in Deutschland von Lebenmittelskandalen und Seuchenwarnungen heimgesucht, sei es nun Frostschutzmittel im Wein, BSE, Nikotin-Eier, Todes-Pommes oder EHEC-Gemüse. All diese Vorfälle haben vieles gemein. Sie regieren für Wochen sämtliche Medien, erzeugen eine völlig überzogene Massenhysterie und verursachen am Ende immensen wirtschaftlichen Schaden .

Dabei trifft es jedoch meist nicht den spanischen Gurken-Exporteur, sondern – man ahnt es schon – den Steuerzahler. Das jüngste Beispiel resultiert aus der Schweinegrippen-Panik, in deren Verlauf von den Bundesländern sagenhafte 34 Millionen Impfdosen angeschafft, jedoch nur zu 15 % verbraucht wurden. Die verbleibenden 29 Millionen werden nun vernichtet. Der Schaden für den Steuerzahler liegt bei 239 Millionen Euro. Dagegen nimmt sich die Rechnung des Magdeburger Entsorgers über 14 000 Euro für die Verbrennung regelrecht bescheiden aus.

Zurück bleibt wie so oft ein bitterer Nachgeschmack. Was hätte man mit so viel Geld nicht alles machen können? In die Bildung investieren, das wollen ja alle immer! Eine Klassenfahrt für jede Schulklasse in Deutschland, oder ein nagelneuer EDV-Raum für jede einzelne Schule. Hm, oder doch neue Dienstwagen für die Minister? Ein Rettungsschirm für die FDP vielleicht? Oder etwas ganz Verrücktes: Schulden zurück zahlen. Naja, nun ist das Geld jedenfalls bei der Pharmaindustrie gelandet.

Immer mehr Unterricht fällt aus

Leere Klassenräume - Alltag an deutschen Schulen

Jede Woche fallen an deutschen Schulen eine Million Unterrichtsstunden aus. Das berichtete Welt Online vor kurzem unter Berufung auf Berechnungen des Deutschen Philologenverbandes. Eine Million – das klingt erst einmal nach viel, selbst in Zeiten, in denen noch ganz andere Zahlen die Schlagzeilen beherrschen.

Ganz grob über den Daumen gerechnet ergibt das bei zwölf Millionen Schülern und einer Klassenstärke von 24 Schülern zwei Stunden pro Woche für jedes Kind. Das ist deutlich zu viel, keine Frage, zumal es sich hier nur um die Stunden handelt, die komplett ausfallen. Eine entsprechende Zahl von Vertretungsstunden, die ja auch nicht alle im Sinne des Lehrplans abgehalten werden können, kommt also noch hinzu.

Das Angenehme an diesem Problem: Die Lösung ist ganz einfach! Ausgehend von 45000 Schulen in Deutschland, handelt es sich um ca. 22 Stunden pro Woche. Es reicht somit – rein rechnerisch – eine zusätzliche Lehrkraft pro Schule aus und das Problem löst sich mehr oder weniger in Luft auf.

Ausgehend von derzeit 765000 Lehrern ergäbe sich eine Steigerung von 5,9 % bei den Personalkosten. Auch mit der Hälfte wäre ja schon viel gewonnen, ebenso wie mit der kostengünstigeren Variante, die Kinder in ausgefallen Stunden mit Hilfslehrkräften sinnvoll zu beschäftigen.

Binomische Formeln mal anders

Wer kennt sie aus dem Matheunterricht nicht, die Binomischen Formeln. Sie beschreiben Gesetzmäßigkeiten bei der Multiplikation von Summen und sollten möglichst tief verinnerlicht werden. Wer sie sich einfach nicht merken kann, muss in die Trickkiste greifen. Johann Beurich aus Radebeul hatte eine besonders kreative Idee. Der Schüler, der offenbar nicht nur Spaß an Mathe, sondern auch am Musizieren hat, hat kurzerhand ein Lied darüber geschrieben.

Ich finde das total klasse! Der junge Mann hat zum Thema Mathe übrigens noch einiges mehr im Repertoire.

Danke an Martina für den Tipp!

LdS vs. LRS

Das lautliche Schreiben hat beim Schriftspracherwerb eine Schlüsselfunktion. Bei der Frage nach der konkreten Handhabung – wann ist etwas Falsches richtig und wann etwas Richtiges falsch – scheiden sich bisweilen die Geister, wie dieser Artikel beschreibt, der mich zum erneuten Grübeln über das Thema gebracht hat.

Wer öfter mit Menschen zu tun hat, die nicht nur über eine besonders schlechte Rechtschreibung verfügen, sondern in extremen Fällen kaum korrekt sprechen können, steht schnell ratlos da. Mich interessiert das Thema Phonologische Bewusstheit zunehmend. Im Rahmen des ABC-Projekts habe ich bereits unter der Fachberatung von Nadine Engel die Lernsoftware »Schreiben« entwickelt, die bisher mehr als tausendmal heruntergeladen wurde – dafür an dieser Stelle ein herzliches Danke allen Usern!

Derzeit ist eine Überarbeitung mit diversen neuen inhaltlichen und technischen Funktionen in Arbeit. Anregungen hierzu werden gern entgegen genommen.

Neue Ausgabe der ABC-Zeitung


Bereits seit drei Jahren erscheint in Abständen von zwei bis drei Monaten »XXX – Die ABC-Zeitung«, eine Online-Zeitung, deren Inhalte komplett von Lernenden in Alphabetisierungskursen erstellt werden.

Ursprünglich Bestandteil eines Moduls im Rahmen des ABC-Forschungsprojekts, hat die Zeitung mittlerweile viele treue Leser gewonnen und ist für viele Lerner zu einem Sprachrohr geworden.

Die vielfältigen Artikel sind stets eine interessante Lektüre. Heute erschien die bereits 21. Ausgabe, die Sie – neben sämtlichen bisher erschienenen Ausgaben – immer kostenlos hier finden.

Markenanmeldung 30 2009 018 699.5


Vor vielen Jahren schenkten wir einem Freund zum Geburtstag eine Flasche Hochprozentiges mit dem bezeichnenden Namen nichts. Wie wir erst auf der Party herausfanden (mussten), handelte es sich bei nichts um einen wenig schmackhaften Korn, der sein Ende schließlich in der Erdbeerbowle fand. Immerhin war damals das Marketing-Konzept von nichts aufgegangen: Wir hatten es gekauft, und auf der Party wurde jeder denkbare Spruch, Marke: »Wer nichts mitbringt, bekommt auch nichts zu trinken!«, unter Gelächter vorgetragen.

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